Ganzheitliche Zahnheilkunde

Wie der Name schon sagt, betrachtet die ganzheitliche Zahnheilkunde das Kauorgan nicht nur isoliert, sondern setzt es in einen funktionellen Zusammenhang mit dem gesamten Körpermechanismus. Anders als in der Schulmedizin wird hier nicht direkt in den Organismus eingegriffen, sei es durch mechanische Behandlungsmaßnahmen oder chemisch hergestellte Medikamente, sondern man versucht, durch Impulse verschiedenster Art, die körpereigene Regeneration zu fördern und zu unterstützen. Die wichtigsten Säulen der ganzheitlichen Zahnmedizin stellen die Akupunktur, die Homöopathie, die Hypnose und die Behandlungsplanung nach dem Biorhythmus dar.

Von der Schulmedizin erwartet man im Allgemeinen, dass ein bestimmtes Medikament oder eine bestimmte Behandlungsmethode eine exakt vorhersagbare Wirkung in Abhängigkeit von der Dosierung immer wieder zuverlässig erzielen kann. In vielen Fällen ist dieses Vorgehen auch absolut angezeigt und notwendig, manchmal sogar, um schwerere Organschäden oder lebensbedrohliche Erkrankungen zu verhindern. Dennoch kann diese Art der Therapie für den Körper oft sehr belastend sein. Deshalb sollte immer auch in Erwägung gezogen werden, ob der gewünschte Erfolg mit sanfteren Methoden genauso zu erreichen ist, wofür uns die Naturheilkunde oft mehrere Möglichkeiten zur Auswahl stellt:

Die Akupunktur, die der traditionellen chinesischen Medizin angehört, basiert auf der Vorstellung, dass der gesamte Körper von Energiebahnen durchzogen ist, die die verschiedenen Organsysteme miteinander verbinden. Ist dieser Energiefluss – das sogenannte „CHI“ - durch die Erkrankung eines Systems beeinträchtigt, kann sich die Störung auch auf die anderen Organe in diesem Kreislauf ausdehnen. Mit Hilfe feinster Nadeln, die an bestimmten Punkten auf diesen Kreisbahnen in die oberflächliche Hautschicht eingeführt werden, soll das gesamte System wieder harmonisiert und der Energiefluss wieder in Gang gebracht werden.

Das Prinzip der Homöopathie beruht darauf, dass bestimmte Stoffe aus der Natur im gesunden Körper ein bekanntes Krankheitsbild hervorrufen. Indem man diese Stoffe nun extrem stark verdünnt, wird ihr Wirkstoff soweit abgeschwächt, dass er im Körper nur noch eine minimale „Vergiftungsreaktion“ auslösen kann. Der Therapieeffekt besteht nun darin, dass der Körper diesen Fremdstoff erkennt und verstärkt bekämpft, indem er selbst eine wirkungsvolle eigene Abwehrfunktion gegen die Erkrankung aufbaut.

Als Hypnose bezeichnet man einen tranceartigen Bewusstseinszustand größtmöglicher tiefer Entspannung, bei dem die mentale Aufmerksamkeit von der Außenwelt auf das Körperinnere – das eigene Ich - gelenkt wird. Der Patient ist dabei nicht vollkommen weggetreten und orientierungslos, sondern er kann seine Umgebung weiterhin wahrnehmen. Aber sie interessiert ihn sozusagen nicht mehr, weil er voll und ganz mit sich selbst beschäftigt ist. Diese emotionale Abkoppelung nutzt man in der Medizin, um die Schmerzwahrnehmung und vor allem Ängste bei der Behandlung weitgehend auszuschalten und die therapeutischen Abläufe in den Hintergrund zu stellen. Die Hypnose dient im Normalfall allerdings nicht dazu, auf die Betäubung eines Behandlungsgebietes zu verzichten. Yoga und autogenes Training sind ebenfalls Formen der Selbsthypnose und ermöglichen eine ähnliche geistige und körperliche Beruhigung in Stresssituationen.

Auch der individuelle Biorhythmus, der maßgeblich durch die Mondphasen mit gesteuert wird, kann mit Hilfe von speziellen Computerprogrammen für jeden einzelnen Patienten bestimmt werden. Hier macht man sich das Phänomen zunutze, dass die Regenerations-fähigkeit und das Wohlbefinden des Körpers gewissen Schwankungen unterworfen ist. So kann zum Beispiel anhand dieser Kurven berechnet werden, an welchen Tagen der Körper weniger empfindlich auf eine Behandlung reagieren wird und die Wundheilung wesentlich schneller von statten geht. Auch die Komplikationsrate soll deutlich reduziert sein.

 

 

 



Liebe Patientinnen und Patienten
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auch aus persönlicher Überzeugung möchte ich Ihnen die ganzheitliche Medizin wärmstens empfehlen!
Aber wie bereits angedeutet, kann die Naturheilkunde in der Zahnmedizin meist nur als Ergänzung zur konservativen Zahnheilkunde gewinnbringend angewendet werden. Wie jeder einzelne von uns auf eine ganzheitliche Behandlungsmethode anspricht, ist nicht sicher zu beurteilen und hängt auch zu einem gewissen Grad von der inneren Einstellung ihr gegenüber ab. Zusammenfassend kann sie zum Beispiel bewirken, dass wir in manchen Fällen auf eine Antibiotikaeinnahme verzichten können, oder dass wir uns nach einem chirurgischen Eingriff oder einer prothetischen Behandlungssitzung weniger niedergeschlagen fühlen und die Dauer der Heilungsphase verkürzt wird. Gelegentlich verschafft sie uns auch Linderung, wenn für unklare Schmerzen im Gesichtsbereich keine genaue Ursache gefunden werden kann, weil sie vermutlich mit unserer psychischen Verfassung in unmittelbarer Verbindung steht. Und vor allem kann sie uns häufig die Angst vor einer unangenehmen Behandlungserfahrung etwas nehmen!!!